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Ratgeber

Auswandern und Steuern: Was Sie vorher klären sollten

Eine Abmeldung beendet nicht automatisch jede deutsche Steuerpflicht. Entscheidend ist, was tatsächlich in Deutschland bleibt.

Von Roland Elias, Steuerberater · Stand: 24. September 2026

1. Wohnsitz und Lebensmittelpunkt

Eine jederzeit nutzbare Wohnung kann nach § 8 AO die unbeschränkte Steuerpflicht aufrechterhalten. Die Meldung bei der Gemeinde ist nur ein Teil des Bildes. Familie, Aufenthalte und tatsächliche Nutzung müssen zur geplanten Ansässigkeit passen.

2. Vermögen und Einkünfte erfassen

Deutsche Immobilien, Betriebsstätten, Renten und bestimmte Beteiligungen können auch nach dem Umzug deutsche Steuern auslösen. Im ersten Schritt gehört deshalb jede Einkunftsquelle und jeder wesentliche Vermögenswert auf den Tisch.

3. Wegzugssteuer und Nachwirkungen

Bei qualifizierten Beteiligungen und bestimmten Fondspositionen ist § 6 AStG zu prüfen. Bei deutschen Staatsangehörigen mit wesentlichen Inlandsinteressen kann zusätzlich § 2 AStG relevant werden. Ein DBA kann Besteuerungsrechte begrenzen, ersetzt aber keine Einzelfallprüfung.

Checkliste vor dem Umzug

Mein Rat: Arbeiten Sie die Punkte in einer festen Reihenfolge ab.

  • Wohnung und gewöhnlichen Aufenthalt nachweisbar ordnen
  • Beteiligungen, Fonds und Betriebsvermögen prüfen
  • DBA und Besteuerung im Zielland für jede Einkunftsart analysieren
  • Bewertung, Raten und Sicherheiten vorbereiten
  • Krankenversicherung, Rente und Bankverbindungen klären
  • Anzeigen und Nachweise in einen Fristenkalender aufnehmen

Häufige Fragen

Weiterführende Einordnung

Allgemeine Informationen zur aktuellen Rechtslage; sie ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung. Mehr Grundlagen finden Sie unter Wegzugssteuer, im Glossar und in der Länderübersicht.

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